Monatsbrief März 2020

„Marzo pazzo“, das ist eine Redewendung aus Italien, die man mit „verrückter März“ wiedergeben könnte. Gemeint sind damit u.a. die typischen Wetterkapriolen des Frühjahrs, also Unbeständigkeit und Unvorhersehbarkeit- hierzulande kennen wir das als „Aprilwetter“. Manchmal werden mit „marzo pazzo“ auch scherzhaft Menschen bezeichnet, die besonders impulsiv und spontan sind. Sogar der Heilige Franziskus wurde einer Überlieferung nach eine Zeitlang als “il pazzo“, als „der Verrückte“ bezeichnet. Es war die Zeit, in der er von Christus den Auftrag bekommen hatte „Bau mir meine Kirche wieder auf“ und er dafür in Assisi Steine und Baumaterial erbettelte. Die Leute machten sich einen Spaß aus der Sache und haben „dem Verrückten“ ein wenig geholfen. Wie wäre das, wenn wir uns von Christus wieder „verrückt“ machen ließen? Denn ganz vernünftig betrachtet, können die Probleme der Kirche ja nicht mit den gleichen Methoden gelöst werden, durch die sie entstanden sind. Im besten Sinne „verrückt“ sind wir dann, wenn wir nicht uns selber, sondern Christus in die Mitte stellen, nicht immer die gleichen ausgetretenen Wege ablaufen, sondern Christus nachfolgen und mit innerer Freiheit (und gerne auch Spontanität) den Auftrag erfüllen, den Christus uns heute gibt.

Hier geht´s zum: Monatsbrief für den März 2020

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