… dass die Brüder bleiben mögen, bis sich etwas Besseres findet

Seit bald 400 Jahren leben und wirken die Franziskaner auf dem Frauenberg.

Seit 1623 leben und wirken die Franziskaner auf dem Frauenberg in Fulda. Anfangs zögerten die Brüder in das ehemalige Benediktinerpriorat auf dem Berg zu ziehen, denn sie wollten lieber bei den Menschen mitten in der Stadt leben. 
Die Vereinbarung mit dem damaligen Fürstabt der Abtei Fulda lautetet demnach auch, „dass die Brüder bleiben mögen, bis sich etwas Besseres findet.“ Nichts hält bekanntlich länger als ein Provisorium! Und so sind die Franziskaner auch heute noch auf dem Frauenberg, der sich inzwischen Mitten in der Stadt Fulda befindet, und wirken seit Jahrhunderten für die Stadt und die Region.

Im Laufe der Geschichte hatte das Kloster auf dem Frauenberg viele wichtige Funktionen. Es war Studienhaus, Bibliothek, Provinzialat, Verwaltung, Archiv, Alten- und Pflegestation und Ausbildungszentrum z.B. für Handwerksberufe oder Missionare, die von hier aus nach Brasilien oder Japan aufbrachen.

Enge Kooperation
Seit 2017 besteht eine enge Zusammenarbeit der Franziskaner mit antonius. Diese Kooperation soll den Frauenberg auch weiterhin als Ort der Spiritualität, der Menschlichkeit und der Begegnung erhalten. Sie drückt auf praktische Weise die franziskanisches Freude an der Vielfalt des Lebens aus.

Ort der Jugendbildung und Berufungspastoral
Ein neuer Schwerpunkt, der das Kloster Frauenberg prägt, ist die Berufungspastoral der Deutschen Franziskanerprovinz und die Jugendbildung auf dem Frauenberg. Nähere Informationen hierzu unter: Projekt San Damiano

Was macht das Franziskanerkloster aus? Kirchenarchitektur und Gartenanlage? – Es sind die Brüder!

Lernen sie die Franziskanerbrüder auf dem Frauenberg in Fulda kennen

Neben den ganz alltäglichen Aufgaben einer Klostergemeinschaft liegt der Schwerpunkt der Franziskaner in Fulda vor allem in der seelsorglichen Begleitung. Der Frauenberg gilt als Beicht- und Gesprächszentrum für die Region.
Die Brüder bieten Gastfreundschaft für Menschen, die Stille und Einkehr suchen. Viele Beter finden den Weg zur Kirche auf dem Berg. Außerdem begleiten die Brüder Exerzitienkurse und Besinnungstage.

Neben den Diensten im Konvent gehen Brüder auch Aufgaben außerhalb des Klosters nach: als Seelsorger im Herz-Jesu-Krankenhaus, bei antonius und Schwesterngemeinschaften oder als Handwerksmeister und Lehrer an der Berufsschule.

In der Gemeinschaft leben aktuell die Brüder Adalbert Kremer, Berthold Duffner, Florian Reith, Gerhard Busche, Max Rademacher, Othmar Brüggemann, Thomas Kreher und Pascal Sommerstorfer.
Mehr Informationen zu den einzelnen Brüdern.

Wir stehen auf euren Schultern

Wo leben eigentlich die pflegebedürftigen Franziskaner?

Ein ganzes Menschenleben lang haben unsere alten Brüder sich engagiert als Franziskaner. Wir stehen auf ihren Schultern, sie haben das Fundament gelegt für die Franziskaner heute. Solange es geht leben unsere Senioren im Konvent mit. Alte und kranke Brüder, die intensiverer Pflege benötigen, erhalten diese Beispielsweise im Theresienheim in Fulda.

Dort leben zurzeit in einer Seniorenkommunität die Brüder Anselm Kalbert, Damasus Molz, Eugen Wetzel, Georg Schunder, Hildebrand Rutschmann, Kunold König, Lambert Hertweck, Oswin Schirpke, Waltram Winkler, Albrecht Siebers und Bardo Geßner.

Die Kirche auf dem Frauenberg

Spirituelle Heimat für viele Menschen in Fulda

Viele Beter finden den Weg zur Kirche auf dem Frauenberg. Hier fühlen sich viele Menschen spirituell beheimatet. Die Frauenbergkirche ist ein beliebter Ort für Trauungen und Jubiläen. Auch die Kirchenmusik nutzt den Ort gerne für geistliche Konzerte aller Art.

Wenn sie Interesse haben, die Kirche selbst als geistlichen Raum zu nutzen,
wenden sie sich gerne an Guardian Bruder Othmar:

Sie erreichen uns
telefonisch über die Klosterpforte 0661 / 10950
oder per eMail

Beicht- und Gesprächsseelsorge

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! (Mt 11,28)

Der Frauenberg gilt als Beicht- und Gesprächszentrum für die ganze Region.

Neben der Spendung des Sakraments der Beichte bieten die Franziskaner gerne Gesprächsbegleitung in Glauben und Lebensfragen an.

Reguläre Beichtzeiten sind:

  • Werktags (Mo-Sa) jeweils von 9:00 bis 11:00 Uhr
  • und von 15:00 bis 17:30 Uhr (außer am Mittwochnachmittag)

Die Beichtkapelle befindet sich im Innenhof des Klosters und ist über die Klosterpforte erreichbar.

Aktuelle Gottesdienstordnung und Beichtzeiten

Gottesdienst

Die Zeiten für Eucharistie und öffentliches Chorgebet

Reguläre Gottesdienstzeiten auf dem Frauenberg

An Sonn- und Feiertagen

  • 7:30 Uhr Laudes (Morgenlob)
  • 10:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
  • 12:00 Uhr Sext (Mittagsgebet) im Chorgestühl der Klosterkirche
  • 18:00 Uhr Gesungene Vesper (Abendlob)

An Werktagen 

  • 7:00 Uhr Eucharistiefeier mit Laudes
  • 11:50 Uhr Sext (Mittagsgebet) im Chorgestühl der Klosterkirche
  • 18:00 Uhr Vesper (Abendlob) in der Beichtkapelle

Dienstag

  • 7:00 Uhr Laudes (Morgenlob) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Uhr Vesper (Abendlob) und Eucharistiefeier

 

Eucharistische Gebetsstunde 

Jeden Donnerstag, 17:00 Uhr Eucharistische Anbetung und Gebet um Geistliche Berufe in der Klosterkirche, anschließend Vesper mit dem Konvent

Kreuzwegandacht

An jedem ersten Freitag im Monat
wird der Kreuzweg auf dem Kalvarienberg gebetet.

  • in der Winterzeit um 15:00 Uhr
  • in der Sommerzeit um 17:00 Uhr

 

Hoch oben

Der Gottesdienst am Berg

antonius und die Franziskaner laden jeden zweiten Dienstag im Monat zu einem Gottesdienst mit besonderer Gestaltung ein.
Der nächste Termin ist:

Meditation im Kloster – Christliche Kontemplation

Schweigendes Verweilen in der Gegenwart Gottes
und kontemplatives Beten des Namens Jesu

Weitere Informationen hier: Projekt San Damiano – Kontemplation

 

 

Aktuelle Gottesdienstordnung und Beichtzeiten

Verweilen im Klostergarten

Offen für Alle

Hier wachsen bald Blumen für den Kirchenschmuck, Zwiebeln, Rote Beete und Kartoffeln für die Küche sowie die Futterrüben für unsere Klosterhasen. Der Schnittlauch im Vordergrund kann schon geerntet werden.Neben der Kirche liegt, hinter einer hohen Mauer verborgen, der weitläufige Klostergarten, der heute auch für alle Besucher des Frauenbergs zugänglich ist und zum Verweilen einlädt.

Der Garten stammt wie die gesamte Klosteranlage aus der Zeit des Barock und diente unserer Ordensgemeinschaft viele Jahrzehnte als Nutz- und Ziergarten – aber auch als spiritueller Ort des Gebets und der Stille.

Wildblumen und Stauden setzen farbige Akzente und tragen den ganzen Sommer hindurch zum Schmuck von Kirche und Kloster bei. Die historisch gewachsene Grundform des ehemaligen Barockgartens ist noch gut erkennbar. Heute kann der Klostergarten nur noch extensiv gepflegt werden.

Die Franziskaner freuen sich über tatkräftige Unterstützung bei der Pflege und beim Erhalt des Klostergartens: Wenn sie Freude an der Gartenarbeit haben und helfen möchten, wenden sie sich gerne an den Guardian des Klosters. Telefonisch über die Klosterpforte 0661 / 10950 oder per eMail

Die Gartenflächen und die Beete dienen auch als Ausbildungsstätte für junge Menschen, die sich beruflich orientieren möchten

Das Bonifatius-Zelt

Gott und die Welt im Zelt

Seit Herbst 2017 steht im Klostergarten das Bonifatius-Zelt: Die schwarze Groß-Jurte erinnert an die Aufenthalte des Bischof Bonifatius ab dem Jahr 744 auf dem heutigen Frauenberg. Damals begleitete Bonifatius die Bauarbeiten für Kirche und Kloster der von ihm gegründeten Benediktinerabtei Fulda. Dieses Reformkloster stellt die Wiege der heutigen Stadt und des Bistums Fulda dar.

Einer Überlieferung zu Folge wohnte Bonifatius während der regen Bauarbeiten im Tal in einem Zelt auf der angrenzenden Anhöhe. Von dort aus konnte er den Fortschritt seiner Lieblingsgründung Fulda beobachten und sich gleichzeitig der Stille, dem Gebet und der Lektüre der Heiligen Schrift widmen.

Seit dem Aufenthalt des Bonifatius ist der Frauenberg ein Ort der Spiritualität und des gelebten Glaubens. Von hier aus brach Bischof Bonifatius immer wieder zu seinen zahlreichen Missionsreisen auf. Deswegen wurde die Anhöhe von der Bevölkerung zunächst „Bischofsberg“ genannt.

<< Kupferstich um 1729. Historisierende Ansicht des entstehenden Klosters Fulda. (Zelt links im Bild)

 

Das Bonifatius-Zelt erinnert an die spirituellen Anfänge des Klosters Frauenberg und möchte ein sichtbarer und begehbarer Anknüpfungspunkt für Glaube und Spiritualität der heutigen Menschen sein.

Es steht allen Altersgruppen zur Verfügung und wird momentan v.a. von Jugendlichen, Schulklassen, Pfadfindern und Kindergartengruppen als Ort der Begegnung und der Erfahrung genutzt.

Bruder Pascal lädt unter dem Titel „Spirit im Zelt“ regelmäßig zu spirituellen Angeboten ein:

 

Geschichte

Wie alles begann
Bischof Bonifatius (*672  †754)

Der heilige Bonifatius zog sich um 750 gern auf den Frauenberg in Fulda zurück. Nach seinem Tod wurde ihm zu Ehren dort ein kleine Kapelle gebaut. Abt Ratgar errichtete kurz nach 800 auf dem Berg Kirche und Kloster und weihte sie 809 der Mutter Gottes. Im Gedenken an Bonifatius hieß der Berg zwar bis ins 13. Jahrhundert „Bischofsberg“, erhielt aber dann den Namen „Berg Unserer Lieben Frau“, im Volksmund „Frauenberg“.

Schon elf Jahre nach dem Tod des heiligen Franziskus von Assisi kamen die Franziskaner 1237 nach Fulda, bauten 1246 mitten in der Stadt Kirche und Kloster und lebten hier über 300 Jahre. In der Reformationszeit mussten die „Barfüßer“, wie sie volkstümlich hießen, um 1550 Fulda verlassen.

Während des Dreißigjährigen Krieges rief der Fürstabt der Fuldaer Benediktinerabtei 1620 die Franziskaner nach Fulda zurück …

Lesen Sie weiter im Beitrag „Ein Blick in die Geschichte des Klosters Frauenberg

Kooperation antonius

Ein gutes Miteinander von Kloster und Sozialwerk

Seit 2017 besteht eine enge Zusammenarbeit der Franziskaner mit antonius zur Nutzung der weitläufigen Klosteranlage. Die Kooperation soll den Frauenberg als Ort der Spiritualität und der Begegnung stärken und die franziskanische Freude an der Vielfalt des Lebens verdeutlichen. Im Fokus steht dabei, gemeinsam den spirituellen Ort in einen Anlaufpunkt für junge Menschen zu erweitern. Konkret bezieht sich das auf die Bereiche Wohnen, Leben und Bildung. Seit Frühjahr 2017 lebt eine erste Wohngemeinschaft von antonius auf dem Frauenberg.

Seit Herbst 2017 hat das Café Flora eröffnet und zieht dank der beeindruckenden Aussicht über Fulda und bis weit in die Rhön hinein viele Besucher an.
Täglich geöffnet von 9:00 bis 19:30 Uhr (Montag Ruhetag).

Kontakt & Anfahrt

So erreichen Sie uns

Franziskanerkloster Frauenberg
Am Frauenberg 1
36039 Fulda

Tel.: 0661 / 10 95-0
eMail: fulda@franziskaner.de
Web: www.kloster-frauenberg.de

Mit der Bahn
Fulda ist ICE-Bahnhof. Der Frauenberg liegt ca. 1,5 km vom Bahnhof entfernt.
Mit einem kleinen Spaziergang ist das Franziskanerkloster in 20 Minuten zu erreichen.

Mit dem Auto
Um zu den Parkplätzen unterhalb des Frauenbergs zu gelangen geben Sie in ihrem Navi bitte ein:
Klosterweg 3, 36039 Fulda. (Fußweg noch 250 Meter)

Aktuelles

Monatsbrief September 2018

Neues aus dem Kloster: Ab 01.09.18 wird unsere Gemeinschaft durch einen neuen Mitbruder verstärkt: Bruder Gabriel Zörnig OFM, zuletzt in Waren (Müritz). Er übernimmt die Stelle als Seelsorger im antonius Netzwerk Mensch und wird auch hier auf dem Frauenbe...