… dass die Brüder bleiben mögen, bis sich etwas Besseres findet

Seit bald 400 Jahren wirken die Franziskaner in Fulda.

Seit 1623 leben und wirken die Franziskaner auf dem Frauenberg in Fulda. Anfänglich zierten sich die Brüder in das ehemalige Benediktinerpriorat zu ziehen, sie wollten lieber unten bei den Menschen in der Stadt leben. Die Vereinbarung mit dem damaligen Fürstabt lautetet dann auch, „dass die Brüder bleiben mögen, bis sich etwas Besseres findet.“ Nichts hält bekanntlich länger als ein Provisorium, und so sind die Franziskaner auch heute noch auf dem Frauenberg und wirken seit Jahrhunderten segensreich für die hessische Stadt am Rande der Rhön.

Im Laufe der Geschichte hatte das Kloster auf dem Frauenberg viele wichtige Funktionen für die Franziskaner: Bibliothek, Provinzialat, Finanzverwaltung, Archiv, Alten- und Pflegestation Studienhaus, und Ausbildungszentrum.

Seit 2016 besteht eine enge Zusammenarbeit der Franziskaner mit antonius zur Nutzung der weitläufigen Klosteranlage. Diese Zusammenarbeit soll den Frauenberg als Ort der Spiritualität, der Menschlichkeit, der Begegnung, der Bildung, Kultur und der Freude an der Vielfalt des Lebens stärken und erhalten.

Was macht das Franziskanerkloster aus? Kirchenarchitektur und Gartenanlage? – Es sind die Brüder!

Lernen sie die Franziskanerbrüder auf dem Frauenberg in Fulda kennen

Neben den ganz alltäglichen Aufgaben einer Klostergemeinschaft liegt der Schwerpunkt der Franziskaner in Fulda vor allem in der seelsorglichen Begleitung. Der Frauenberg gilt als Beicht- und Gesprächszentrum für die Region. Die Brüder bieten Gastfreundschaft für Menschen, die Stille und Einkehr suchen. Viele Beter finden den Weg zur Kirche auf dem Berg. Die Brüder begleiten Exerzitienkurse und Besinnungstage.

Neben den Diensten im Konvent gehen Brüder auch Aufgaben außerhalb des Klosters nach: als Seelsorger im Herz-Jesu-Krankenhaus, bei antonius und Schwesterngemeinschaften oder als Handwerksmeister und Lehrer an der Berufsschule. Ein neuer Schwerpunkt ist die Berufungspatoral und Jugendbildung auf dem Frauenberg.

In der Gemeinschaft leben aktuell die Brüder Adalbert Kremer, Berthold Duffner, Claudius Groß, Florian Reith, Gerhard Busche, Max Rademacher, Othmar Brüggemann, Thomas Kreher und Pascal Sommerstorfer.
Mehr Informationen zu den einzelnen Brüdern.

Wir stehen auf euren Schultern

Wo leben eigentlich die pflegebedürftigen Franziskaner?

Ein ganzes Menschenleben lang haben unsere alten Brüder sich engagiert als Franziskaner. Wir stehen auf ihren Schultern, sie haben das Fundament gelegt für die Franziskaner heute. Solange es geht leben unsere Senioren im Konvent mit. Alte und kranke Brüder, die intensiverer Pflege benötigen, erhalten diese Beispielsweise im Theresienheim in Fulda.

Dort leben zurzeit in einer Seniorenkommunität die Brüder Anselm Kalbert, Damasus Molz, Eugen Wetzel, Georg Schunder, Hildebrand Rutschmann, Kunold König, Lambert Hertweck, Oswin Schirpke, Richard Brühl, Salvator Gruber, Waltram Winkler, Albrecht Siebers und Bardo Geßner.

Die Kirche auf dem Frauenberg

Spirituelle Heimat für viele Menschen in Fulda

Viele Beter finden den Weg zur Kirche auf dem Frauenberg. In der historischen Barockkirche fühlen sich viele Menschen spirituell beheimatet. Sie ist ein beliebter Ort für Trauungen und Jubiläen. Auch die Kirchenmusik nutzt den Ort gerne für geistliche Konzerte aller Art.

Wenn sie Interesse haben, die Kirche selbst als geistlichen Raum zu nutzen,
wenden sie sich gerne an den Guardian des Klosters:

Sie erreichen uns
telefonisch über die Klosterpforte 0661 / 10950
oder per eMail

Beicht- und Gesprächsseelsorge

Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! (Mt 11,28)
Darstellung des Barmherzigen Christus in der Beichtkapelle

 

 

Der Frauenberg gilt als Beicht- und Gesprächszentrum für die ganze Region.

Neben der Spendung des Sakraments der Beichte bieten die Franziskaner gerne Gesprächsbegleitung in Glauben und Lebensfragen an.

Reguläre Beichtzeiten sind:

  • Werktags (Mo-Sa) jeweils von 9:00 bis 11:00 Uhr
  • und von 15:00 bis 17:30 Uhr (außer am Mittwochnachmittag)

Die Beichtkapelle befindet sich im Innenhof des Klosters und ist über die Klosterpforte erreichbar.
Aktuelle Gottesdienstordnung und Beichtzeiten

Gottesdienst

Die Zeiten für Eucharistie und öffentliches Chorgebet

Reguläre Gottesdienstzeiten auf dem Frauenberg

An Sonn- und Feiertagen

  • 7:30 Uhr Laudes (Morgenlob)
  • 10:30 Uhr Eucharistiefeier mit Predigt
  • 12:00 Uhr Sext (Mittagsgebet) im Chorgestühl der Klosterkirche
  • 18:00 Uhr Gesungene Vesper (Abendlob)

An Werktagen 

  • 7:00 Uhr Eucharistiefeier mit Laudes
  • 11:50 Uhr Sext (Mittagsgebet) im Chorgestühl der Klosterkirche
  • 18:00 Uhr Vesper (Abendlob) in der Beichtkapelle

Dienstag

  • 7:00 Uhr Laudes (Morgenlob) in der Beichtkapelle
  • 18:00 Uhr Vesper (Abendlob) und Eucharistiefeier

Donnerstag

  • 17:00 Uhr Eucharistische Anbetung und Gebet um geistliche Berufe im Meditationsraum (öffentlich), anschließend Vesper

An jedem ersten Freitag im Monat wird der Kreuzweg auf dem Kalvarienberg gebetet, in der Winterzeit um 15:00 Uhr, in der Sommerzeit um 17:00 Uhr.

Aktuelle Gottesdienstordnung und Beichtzeiten

Verweilen im Klostergarten

Offen für Alle
Mitte Februar liegt der Klostergarten noch im Winterschlaf.

Neben der Kirche liegt, hinter einer hohen Mauer verborgen, der weitläufige Klostergarten, der heute auch für alle Besucher des Frauenbergs zugänglich ist und zum Verweilen einlädt.

Der Garten stammt wie die gesamte Klosteranlage aus der Zeit des Barock und diente unserer Ordensgemeinschaft viele Jahrzehnte als Nutz- und Ziergarten – aber auch als spiritueller Ort des Gebets und der Stille.

Wildblumen und Stauden setzen farbige Akzente und tragen den ganzen Sommer hindurch zum Schmuck von Kirche und Kloster bei. Die historisch gewachsene Grundform des ehemaligen Barockgartens ist noch gut erkennbar.

Die Franziskaner freuen sich über tatkräftige Unterstützung bei der Pflege und beim Erhalt des Klostergartens: Wenn sie Freude an der Gartenarbeit haben und helfen möchten, wenden sie sich gerne an den Guardian des Klosters. Telefonisch über die Klosterpforte 0661 / 10950 oder per eMail

Die Gartenflächen und die Beete dienen auch als Ausbildungsstätte für junge Menschen, die sich beruflich orientieren möchten

Die dort geernteten Kräuter und Gewürze können sie auch im Café Flora auf dem Frauenberg genießen.

Das Bonifatius-Zelt

Glaube leben im Fackelschein.

Seit Herbst 2017 steht im Klostergarten das Bonifatius-Zelt. Die schwarze Jurte misst 9.2 Meter im Durchmesser und erinnert an den Aufenthalt von Bischof Bonifatius im Jahr 744 auf dem Frauenberg. Damals war der Bau eines ersten Klosters gerade in Auftrag gegeben und der Bischof wohnte in einem geräumigen Zelt.

Die Jurte steht Jugendgruppen, Schulklassen, Pfadfindergruppen und allen Menschen zur Verfügung, die einen offenen Zugang zu Begegnung und Spiritualität suchen. Bruder Pascal bietet regelmäßig Glaubensgespräche, Gottesdienste und eine offene Jugendpastoral am Lagerfeuer an.

Nächste Veranstaltung im Bonifatius-Zelt: Spirit im Zelt,  Sonntag, 4. März um 19:00 Uhr

Geschichte

Wie alles begann
Bischof Bonifatius (*672  †754)

Der heilige Bonifatius zog sich um 750 nach seinen Missionsreisen gern auf den Frauenberg in Fulda zurück und ließ hier eine kleine Kapelle bauen. Abt Ratgar errichtete kurz nach 800 auf dem Berg Kirche und Kloster und weihte sie 809 der Mutter Gottes. Im Gedenken an Bonifatius hieß der Berg bis ins 13. Jahrhundert Bischofsberg und erhielt danach erst den Namen „Berg Unserer Lieben Frau“, im Volksmund „Frauenberg“.

Schon elf Jahre nach dem Tod des heiligen Franziskus kamen die Franziskaner 1237 nach Fulda, bauten 1246 mitten in der Stadt Kirche und Kloster und lebten hier über 300 Jahre. In der Reformationszeit mussten die „Barfüßer“, wie sie volkstümlich hießen, um 1550 ihr Kloster verlassen.

Während des Dreißigjährigen Krieges rief der Fürstabt der Fuldaer Benediktinerabtei 1620 die Franziskaner nach Fulda zurück …

Lesen Sie weiter im Beitrag „Ein Blick in die Geschichte des Klosters Frauenberg

Kooperation antonius

Ein gutes Miteinander von Kloster und Sozialwerk

Seit 2016 besteht eine enge Zusammenarbeit der Franziskaner mit antonius zur Nutzung der weitläufigen Klosteranlage. Die Kooperation soll den Frauenberg als Ort der Spiritualität und Begegnung stärken und die Freude an der Vielfalt des Lebens vermitteln. Im Fokus steht dabei, gemeinsam den spirituellen Ort in einen Anlaufpunkt für junge Menschen zu erweitern. Konkret bezieht sich das auf die Bereiche Wohnen, Leben und Bildung. Seit Herbst 2016 lebt eine erste Wohngemeinschaft von antonius auf dem Frauenberg.

Im Sommer 2017 hat das Café Flora eröffnet und zieht dank der beeindruckenden Aussicht über Fulda viele Besucher an. Täglich geöffnet von 9:00 bis 19:30 Uhr (Montag Ruhetag).

Kontakt Café Flora: Tel.: 0661 / 1095 300, eMail: info@flora-fulda.de

Kontakt & Anfahrt

So erreichen Sie uns

Franziskanerkloster Frauenberg
Am Frauenberg 1
36039 Fulda

Tel.: 0661 / 10 95-0
eMail: fulda@franziskaner.de
Web: www.kloster-frauenberg.de

Mit der Bahn
Fulda ist ICE-Bahnhof. Der Frauenberg liegt ca. 1,5 km vom Bahnhof entfernt.
Mit einem kleinen Spaziergang ist das Franziskanerkloster in 20 Minuten zu erreichen.

Mit dem Auto
Um zu den Parkplätzen unterhalb des Frauenbergs zu gelangen geben Sie in ihrem Navi bitte ein:
Klosterweg 3, 36039 Fulda. (Fußweg noch 250 Meter)

Aktuelles

Wie geht es Pater Claudius?

Die gesundheitliche Situation von Pater Claudius Groß ist leider unverändert. Nach einem Sturz Anfang Dezember musste der Guardian des Klosters Frauenberg ins künstliche Koma gelegt werden.